Goldene Norweger Keine Überraschungen gab es im Teambewerb der Wintertriathlon-Weltmeisterschaften in Gaishorn am See. Drei Mal holten sich die Norweger Gold. Heute, am dritten Tag der Wintertriathlon-Weltmeisterschaften, fanden die Age-Group- und die Team-Bewerbe statt. Im Teambewerb gingen Tor-Halvor Björnstad, Tor-Atle Fuglerud und Arne Post für Norwegen an den Start und sicherten sich in souveräner Manier den Titel. Alle drei Athleten absolvieren herausragende Rennen und kamen mit einem Vorsprung von 1.05 Minuten ins Ziel. Die Silbermedaille ging an das tschechische Team mit Tomas Dolezal, Michael Kanera und Pavel Jindra. Dmitry Bregeda, Evgeniy Kirillov und Pavel Andreev aus Russland sicherten sich Bronze. Für die Österreicher reichte es heute leider nur für den fünften und siebenten Platz. Doch auch das kam nicht sehr überraschend. Heinz Planitzer riss sich vergangenen Mittwoch, die Achillessehne und konnte diesem sportlichen Event leider nur als Zuseher beiwohnen. So wurden im Einser-Team Silvio Wieltschnig, Alexander Frühwirth und Sigi Bauer aufgestellt. Die zweite österreichische Mannsschaft mit Markus Rothberger, Julian Langer und Willibald Vordererfler erlangten Platz Sieben. Bei den Damen holte sich ebenfalls das norwegische Team den Titel. Die Silbermedaille ging an die Vereinigten Staaten. Platz Drei sicherte sich Russland. Bei den Junioren siegten die Damen-Mannschaft aus Norwegen und die Herren-Mannschaft aus Russland. Die Mannschaften aus Österreich (Stefanie Hofer, Lisa Perterer, Alina Hambrusch, Michael Kavalirek, Achim Wippel und Felix Waldhuber) holten sich zwei Mal Silber. Zwei Weltmeistertitel für Österreich Zwei Mal Gold, zwei Mal Bronze und einmal Platz Vier für Österreich – die WinterTriathlon-WM in Gaishorn geht in die Geschichte des österreichischen Triathlonsports ein. Heute wurden die Einzel-Bewerbe ausgetragen. Morgen gehen die Teams an den Start. 268 Athleten aus 22 Nationen gingen an den Start der Wintertriathlon-Weltmeisterschaften in Gaishorn am See. Spannende Rennen bei tiefwinterlichen Temperaturen, eisigem Wind und schwierigen Pistenverhältnisse lieferten sich die Teilnehmer. Österreich darf sich über vier Erfolge freuen. Beim Damen-Eliterennen siegte die 24-jährige Tirolerin Carina Wasle mit 1.38 Minuten Vorsprung auf die Norwegerin Hanne Tronnes. Bronze ging an Rebecca Dussault aus den Vereinigten Staaten. Camilla Hott, die ebenfalls zu den großen Favoritinnen zählte, wurde Vierte. Das erste Mal wurde auf österreichischem Boden eine Wintertriathlon-Weltmeisterschaft durchgeführt und das erste Mal holte sich eine österreichische Dame den Titel. Carina Wasle dominierte das Rennen von Anfang an. Sowohl beim Laufen als auch beim Mountainbiken setzte sich die Tirolerin in Szene und führte das Spitzenfeld der Athletinnen an. Die Silbermedaillengewinnerin Hanne Tronnes konnte nur beim Langlaufen nur einige Sekunden wettmachen. „Ich habe bis zuletzt gehofft, dass ich diesmal meinen Vorsprung ins Ziel bringe. Jetzt bin ich überglücklich“, so Carina Wasle im Ziel. Spannend bis zum Schluss war das Herren-Eliterennen. Nach dem Laufen dominierte der Italiener De-Gasperi Alessandro nur ganz knapp vor dem Norweger Arne Post. Daniel Antonioli kam mit wenige Sekunden Rückstand in den Wechselbereich. Der Österreicher Sigi Bauer, der nach dem Laufen an zwölfter Stelle lag, holte auf der Mountainbikestrecke auf und fuhr auf den zweiten Platz hinter Arne Post. Die Bestzeit beim Mountainbiken sicherte sich der norwegische Ex-Biathlet Tor-Halvor Björnstad, der nach dem Laufen noch an 17. Stelle lag. Beinahe gleichzeitig kamen der Norweger und Sigi Bauer in den Wechselbereich. Einige Sekunden später schnallte sich auch der Italiener Daniel Antonioli die Langlaufskier an. Beim Langlaufen dann die Entscheidung: Arne Post gab die Führung in der fünften Runde an seinen Landsmann Tor-Halvor Björnstad ab. Der Weltmeistertitel ging an den norwegischen Newcomer. Arne Post holte sich Silber vor dem Italiener Daniel Antonioli. Sigi Bauer wurde Vierter. Die Enttäuschung des vierten Platzes stand ihm ins Gesicht geschrieben. Bei den Junioren gewann in souveräner Manier Felix Waldhuber (SC Knauf Liezen). Der 17-jährige Schüler aus Aigen im Ennstal, der bereits eine Woche davor die Europameisterschaften gewonnen hat, holte sich nun auch WM-Gold. Mit 1.29 Minuten Rückstand kam Vit Zahula (CZE) als Zweiter ins Ziel. Die Bronzene ging an den Russen Pavel Yakimov. Bei den Damen holte sich die Norwegerin Tone Dalen den Junioren-Titel. Silber ging an die Estin Kairi Schmidt. Die Österreicherin Lisa Perterer (15, HSV Klagenfurt) holte sich die Bronzene. In der Klasse U-23 siegten Peter Mosny (SVK) und Elisabeth Svenum (NOR). Silber ging an Dmitriy Bregeda (RUS) und Anita Dalen (NOR) vor Johan Noraker-Nossen (NOR) und Angelika Perfler aus Österreich.
Heute am Abend fand die offizielle Eröffnung der ITU Wintertirathlon-Weltmeisterschaften in Gaishorn am See statt. 268 Sportler aus 22 Nationen nehmen daran teil. Neben den Ansprachen und den Feierlichkeiten bei der Eröffnung im Festzelt gab es noch ein weiteres Highlight: Im Rahmen der Wintertriathlon-Weltmeisterschaften fand der erfolgreiche Weltrekordversuch im „Kaffeehäferl-Schwimmen“ statt. Viele Fahnenträger, zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport sowie natürlich die Hauptdarsteller des Wochenendes, die Athleten, waren gekommen, um der feierlichen Eröffnung beizuwohnen. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem der Bürgermeister Dir. Karl Pusterhofer, Landesrat Ing. Manfred Wegscheider, LTAbg. Dipl.-Ing. Odo Wöhry, Julius Skamen, der ÖTRV Vizepräsident, sowie Enrique Quesanda (TIU-Vorstand der technischen Kommission). „Als Sportlandesrat freut es mich besonders, dass die diesjährigen Wintertriathlon-Weltmeisterschaften in Gaishorn am See ausgetragen werden. Ich wünsche den Athleten auf diesem Weg viel Erfolg und freue mich auf die sportlichen Höchstleistungen der kommenden zwei Tage“, so LR Ing. Manfred Wegscheider. Ein großer Dank wurde auch an die Familie Hof ausgesprochen. Dolores und Georg Hof sowie das ganze Organisationsteam und die vielen freiwilligen Helfer machen es möglich, dass diese WM in Gaishorn ausgetragen werden kann. Kaffeehäferl-Schwimmen Mag. Marco Wolf, ehemaliger Bundesheer-Offizier, Sportlehrer sowie Schwimm- und Triathlontrainer wagte den Weltrekordversuch im „Kaffeehäferl-Schwimmen“. Hierbei galt es, so lange wie möglich mit einem gefüllten Kaffeehäferl auf der Fußsohle im Strömungsbecken (LD-Pool) zu kraulen. Der 34-jährige Marco Wolf war bereits zu Gast bei Thomas Gottschalk in „Wetten Dass?“, um der Bevölkerung das „Unmögliche“ zu zeigen. Damals schaffte er es 50 Sekunden zu kraulen ohne dabei Kaffee auszuschütten. Am Freitag konnte er diese Zeit beinahe verdreifachen. Mag. Marco Wolf hielt zwei Minuten und 25 Sekunden durch. „Ich habe mich auf diesen Weltrekordversuch sehr lange vorbereitet. Es ist im Vorhinein schwierig einzuschätzen, wie lange man durchhält. Nach einer gewissen Zeit bekommt man einen Krampf im Oberschenkel. Wie lange ich es dann mit diesem Krampf noch schwimmen kann, ist entscheidend“, so der frisch gebackene Weltrekordhalter. Weltrekordversuch im Langdistanzschwimmen Michael Wolfschlucker, der mehrmalige Österreichische Staatsmeister über 400 Meter Kraul, 100 Meter Rücken und vier Mal 50 Meter Lagen Staffel, hat einen Rekord im Langdistanzschwimmen in einer Gegenstromanlage (LD-Pool) aufgestellt. Am Freitag um 20.05 Uhr ist er in den LD-Pool des Endless Sports Zentrums gestiegen. Alle zwei Stunden hatte der Schwimmer fünf Minuten Zeit, um Nahrung aufzunehmen und seine Notdurft zu erledigen. Ansonsten musste er sich im Wasser ständig fortbewegen. Michael Wolfschlucker bekam nach ungefähr 13 Stunden Sehnenprobleme am rechten Handgelenk. Dennoch setzte er seinen Weltrekordversuch fort. Nach 16 Stunden 11 Minuten und 18 Sekunden stieg er aus dem Wasser. „Ich fühle mich zwar körperlich noch gut in Form, dennoch lasse ich es lieber bleiben. Ich habe heuer noch viel vor und will meine Sehnen nicht noch mehr in Mitleidenschaft ziehen“, so der Ausdauerathlet. Noch nie ist es jemanden gelungen, so lange wie Michael Wolfschlucker in einem Gegenstrombecken zu schwimmen. Für 100 Meter benötigte er zwei Minuten. In der Stunde legte er also drei Kilometer und in 16 Stunden 11 Minuten mehr als 48 Kilometer zurück. „Es ist viel schwieriger einen solchen Versuch in einem Becken mit einer Gegenstromanlage zu bewältigen. Mann kann zwischendurch nicht langsamer schwimmen oder sich treiben lassen“, so Dipl. Ing. Georg Hof vom Endless-Sports Zentrum Gaishorn am See. Promi-Biathlon |
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